Die Exoten: Hubertus von Hohenlohe
Hubertus von Hohenlohe: Er war schon auf der Welt, als Eintracht Frankfurt noch im Europapokal gegen Real Madrid spielte, als John F. Kennedy zum amerikanischen Präsidenten gewählt wurde und Cassius Clay sich in Rom zum Olympiasieger boxte. Als er 1981 zum ersten Mal im Skizirkus auftrat, waren wir noch nicht einmal in Planung.

Hubertus ist Mexikos Hoffnung. Quelle: Triotex/ flickr.com
Sogar Fußball-Nationalcoach Jogi Löw und auch U2-Sänger Bono sind jünger als der Mexikaner mit österreichisch-liechtensteinerischem Einschlag. In seiner Alterklasse können dem inzwischen 51-jährigen Hubertus nicht mehr viele den geschmolzenen Schnee reichen. Eigenen Aussagen zufolge, kommt da nicht einmal mehr Österreichs Ski-Legende Franz Klammer hinterher!
Auch der Gesang und die Fotografie haben es dem mehrfachen mexikanischen Meister angetan. Doch die Rolle des Rennbrett-Exoten scheint ihm besonders zu gefallen: Als der Schweizer Carlo Janka vor einem Jahr schon lange seinen Olympiasieg feierte, kam der 103. Starter des Riesenslalom gerade ins Ziel – immerhin auf dem 78. Rang . So konnte er einige Läufer aus den großen Skinationen wie Pakistan oder Indien hinter sich lassen. Wir Pistenblogger drücken dem vielleicht ältesten Teilnehmer in Garmisch Partenkirchen besonders die Daumen: Du schaffst das!
Der Typ ist ur sympathisch wie ich finde. Exot ja, aber nie unangenehm oder abgehoben. Ist seit Neuestem auch Gesicht der neuen Robinson Kampagne: geadelt seit Hubertus. Den Spruch könnte man auch auf einen Sack Kartoffeln packen, dem Mann kauf ich alles ab !