Die Deutschen: Gina Stechert
Gina Stechert: Weit und breit kein Schnee und nur nasskaltes Nieselwetter ist auf dem Facebook-Foto zu sehen. Es war der 16. November 2010. Darunter prankt die verzweifelte Frage: “Was soll ich bei dem Wetter bloß anstellen?” Die Antwort kommt prompt und zwar von Fanny: “Mich anrufen, Ische
.” Skifahren fiel an diesem Tag wohl flach. Eine Ausnahme: Sonst stehen die Rennläuferinnen doch von Herbst bis Frühling ständig auf den Brettern.
2005 war das für Gina aber nicht möglich. Etwa ein Jahr nach ihrem Weltcup-Debüt warf ein Kreuzbandriss die Oberstdorferin von der Erfolgspiste. Es folgte ein langer Weg zurück, der schließlich aber belohnt wurde: In Tarvisio gewann sie die Abfahrt. Endlich – und dann? Wieder ein Kreuzbandriss, wieder im rechten Knie, wieder begann der Kampf zurück in die Weltspitze. In den erweiterten Kreis ist sie inzwischen zurückgekehrt, für das Podest hat es zuletzt aber nicht mehr gereicht.
Der zehnte Platz bei den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver aber war ein wirklicher Achtungserfolg. In Garmisch wird Gina wahrscheinlich nicht zu den Favoriten gehören. Hauptsache gesund bleiben, lautet das Motto. Und unser Pistenblogger-Tipp, falls es nicht laufen sollte: Einfach mal anrufen, Ische
!

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